Vorsprung mit Blick auf unsere Welt

mehr lesen

Wir nutzen die Natur - und bewahren ihre Ursprünglichkeit.

Ganz gleich aus welchem Grund – überall dort, wo früher tiefe Gruben entstanden, gab es die hohe Bereitschaft, diese möglichst zeitnah und gründlich zu schließen. Frei nach der Devise: Verfüllen und vergessen! Diese Zeiten sind glücklicherweise weitgehend Vergangenheit. Die SHF Steinbruchbetriebe handeln schon seit Jahren konsequent im Sinne einer intakten Tier- und Pflanzenwelt. Dementsprechend wird nach der intensiven Nutzung nicht alles „dem Erdboden gleich gemacht." Im Gegenteil. Unsere Steinbrüche sollen in ihrer typischen Ausprägung erhalten bleiben. Als wahre Rückzugsgebiete für bedrohte Tierarten in eine langfristig unberührte Natur.

Konsequente Renaturierung

Zunächst den gewinnbringenden Rohstoffabbau beenden. Dann das gesamte Unternehmen verlagern. Und schließlich den über Jahre oder Jahrzehnte genutzten Steinbruch einfach sich selbst überlassen? So sieht keine vorbildliche, konsequente Renaturierung aus! Denn zum einen verlieren die Bruchwände nichts von ihrer Gefährlichkeit, zum anderen müssen gezielte Vorbereitungen getroffen werden, damit sich Fauna und Flora auf dem Areal dauerhaft positiv entwickeln. Wir haben reichlich Erfahrung in diesem Bereich gesammelt, uns wissenschaftlich wie auch praxisnah beraten lassen und letztlich erhebliche Summen investiert, um der Natur das zurückzugeben, was wir von ihr genommen haben.

Konkrete Maßnahmen

Die praktische Umsetzung beginnt mit dem Einzäunen des Steinbruchgeländes, um es vor unbefugtem Zutritt zu sichern. Es folgen Sprengungen in den Bruchwänden, um die Brutmöglichkeiten zu optimieren. Ebenso wichtig: Pionierpflanzen ansiedeln, die den nachhaltigen Bewuchs einleiten, sowie Teiche anlegen, um in ihrem Bestand bedrohten Amphibien neuen Lebensraum zu bieten.

Vorsprung durch großzügige Schenkung


Maßnahmen zur Renaturierung ehemals wirtschaftlich genutzter Landschaften finden idealerweise in enger Abstimmung mit den Experten aus dem Natur- und Umweltschutz statt. So, wie wir vor Wiederaufnahme des Abbaubetriebs in Bettenfeld unter anderem ein umfassendes hydrogeologisches Gutachten zum Schutz des Grundwassers und der Hohlräume im Karstsystem erstellen ließen, so haben wir auch beim Stilllegen eines Steinbruchs in der Gemarkung Rothenburg fachkundige Unterstützung gesucht und das Projekt konsequent realisiert.

Außergewöhnliche Schenkung


Im Juni 2011 war es soweit: Ein großer Teil des ehemaligen, bis 2002 genutzten Steinbruchs wurde als Geschenk an die „Natur- und Umweltstiftung in Stadt und Landkreis Ansbach“ übertragen.

So wird Tieren und Pflanzen ein artgerechter Lebensraum geboten. Bereits nach relativ kurzer Zeit ließ sich resümieren: Uhus, Flussregenpfeifer, Wanderfalken, Solitärbienen wie auch seltene Käferarten zählten zu den ersten „Zugereisten“. Floral betrachtet übernahm die Weide neben anderen die Rolle als Pionierpflanze. Sicher werden zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen folgen.

Artentypischer Lebensraum

Der stillgelegte Steinbruch hat eine Fläche von 80 000 qm. Hinzu kommt weitere rund 7000 qm umliegendes Land, das die Stiftung mit Fördermitteln erworben hat. Das Steinbruchgelände selbst ist rund 400 Meter lang, 200 Meter breit und verfügt über Steilwände von bis zu 40 Metern Höhe. Zwei Flachwassertümpel an der Sohle und 7000 eigens gesetzte Pflanzen bildeten beste Bedingungen zum Start.